Mit 7500 Kilometern Länge erstrecken sich die Anden von Venezuela im Norden Südamerikas bis hinunter nach Chile, im Süden des Kontinents. Damit sind die Anden der weltweit längste Gebirgszug. Mit fast 7000 Metern ist der Aconcagua der höchste Berg der Anden und für viele Bergsteiger eine Herausforderung. Von Nachteil ist in diesem Gebiet aber die hochgradige Neigung zu Erdbeben. Der Reisende sollte sich dessen durchaus bewusst sein. Auch die vulkanischen Aktivitäten sind in Form von Geysiren noch zu sehen. Diese heißen Quellen sind weltweit gesehen nicht besonders häufig anzutreffen und als Naturschauspiel sehr beliebt. Schon so mancher Geysir erlosch durch Menschenhand, wurde aber gegebenenfalls durch ein Erdbeben oder aus anderen Gründen „wiederbelebt“.
Die Bewohner der Anden
In den Tälern siedeln nur wenige Menschen, das Klima des tropischen Regenwaldes ist dort einfach zu erdrückend. Kommt man weiter nach oben, wird das Klima angenehmer. Hier wird das Land auch bewirtschaftet und nutzbar gemacht. Steigt man noch höher hinauf, findet man größtenteils nur noch Weideland für Lama, eine Art Kamel ohne Höcker und mit interessanten Fellfarben - manche sind sogar gepunktet - das hauptsächlich in den Anden anzutreffen ist, und Alpaka. Alpakas sind ebenfalls eine Art Kamel, im Gegensatz zum Lama aber eher wegen ihrer Wolle gefragt. Jenseits des Weidelandes erreicht der Reisende dann bald die Schneegrenze.
Touren durch die Anden
Die Dakar-Rallye könnte womöglich künftig abwechselnd in der Sahara und über die Passstraßen der Anden stattfinden. Rallye-Begeisterte werden die Herausforderung, die 9000 Kilometer Strecke, die unter anderem durch Argentinien und Chile führt, zu meistern, sicher gerne annehmen. Trekking-Touren durch die Anden ist aber auch ohne Rallye ein außergewöhnliches Erlebnis, bei dem man hautnah mit der Natur verschmelzen kann. In dieser Gegend gibt es auch herausragende Weingebiete. Außerdem kann man dort Ruinenstädte besichtigen sowie den einen oder anderen landschaftlichen Schlenker einlegen. Bergsteigen ist natürlich ebenfalls möglich. Beliebte Touren durch die Anden starten oft in Lima, Peru. Maultiere als Lastträger sind durchaus üblich, streckenweise kann der Reisende auch Busverbindungen, Züge, Boote oder andere Fahrzeuge nutzen. Je nachdem, wie viel Zeit der Trekker mitbringt, kann die Tour kürzer oder länger ausfallen. Es gibt viele Pauschalangebote, die auch Ausflüge in Städte integrieren, doch Reisen auf eigene Faust sind durchaus möglich. Bevor man sich allerdings bis weit nach oben vorwagt, muss man sich erst einige Tage in der Bergwelt akklimatisieren. Eine gute Konstitution ist sehr gefragt, denn die Anforderungen seitens Klima und Höhe sind immens.