Leider wurden keine weiterführenden Begriffe gefunden.
 

Amazonas Expeditionen

Der Amazonas - einzigartiges Ökosystem in sensationeller Wasserlandschaft

Der Amazonas ist mit fast 6700 Kilometern Länge weltweit unter den Top zwei der längsten Flüsse und tief genug, um von Hochseeschiffen befahren werden zu können. An der Mündung erreicht er sogar eine Breite von knapp 100 Kilometern. Über die genaue Länge des Flusses streiten die Wissenschaftler noch, fest steht jedoch, dass er zum Beispiel in Brasilien stellenweise eine Breite von mehreren Kilometern erreicht. Sollte es großzügige Niederschläge gegeben haben, überflutet der Amazonas gerne auch die angrenzenden Gebiete und das gerne in bis zu dreistelliger Kilometerausdehnung.

Einen wasserreicheren Fluss als den Amazonas gibt es nirgendwo auf der Welt. Überraschend ist das nicht, wenn man bedenkt, dass dieser braun gefärbte Fluss als Auffangbecken für mehr als 1000 größere Flüsse und viele weitere kleinere Flüsse dient. Die braune Färbung entsteht durch die bloße Kraft des Amazonas, der jede Menge Sedimente mit sich nimmt. Auch die Zuflüsse bringen Sedimente mit. Vor allem aus der Luft kann man sehen, dass sich die manchmal leicht unterschiedlich gefärbten Wassermassen erst viele Kilometer nach der Zuflussstelle soweit vermischen, dass die Farbunterschiede nicht mehr zu erkennen sind. Nebenflüsse, die aus den Sümpfen kommen und dort Humus und andere Ablagerungen mitbringen, färben den Amazonas manchmal sogar schwarz. Der Amazonas hat allerdings nur ein sehr geringes Gefälle. Man spricht in diesem Zusammenhang oft vom „Binnensee Amazonas“. Wenn er schließlich in den Atlantik fließt, verdrängt er über viele Kilometer hinweg durch seine kraftvollen Wassermassen, die Süßwasser bringen, das Salzwasser des Ozeans.

Die Folge all dieser Eigenschaften des Amazonas ist ein einzigartiges Ökosystem. Unter anderem konnten sich dort Meerestiere halten, obwohl sie vom Meer teilweise weit abgeschnitten sind. Diese Tatsache hat die Wissenschaftler zu verschiedenen Hypothesen veranlasst, eine davon geht davon aus, dass der Fluss vor der Trennung der Kontinente Afrika und Amerika seinen Ursprung in Afrika hatte. Doch so ganz sicher ist man sich da nicht. Fest steht jedoch, dass dieses System überaus empfindlich ist. Klimaschädigungen und Eingriffe des Menschen haben bereits zu schwerwiegenden Folgen geführt. Es bleibt zu hoffen, dass dieser einzigartige Naturraum einigermaßen erhalten werden kann.

Trekking im Gebiet des Amazonas

Wer sich für einen Treck im Gebiet des Amazonas entscheidet, wird sicherlich eine Menge Eindrücke mit nach Hause nehmen können. Bootsfahren auf dem Amazonas sind natürlich möglich. Auch hier ist Lima, in Peru, ein Startpunkt, der gerne gewählt wird. Der Weg führt zum Teil durch Regenwaldgebiet oder in kleine, lebhafte Städte. Je nach Routenplanung kann man auch in kleinen einheimischen Dörfern übernachten. Mithilfe des Tour-Leiters darf sich der Reisende sein Abendessen sogar selbst aus der Natur besorgen. Beliebte Station beim Trekking im Amazonas-Gebiet ist natürlich Manaus, die ehemalige Kautschuk- und heutige Theater-Stadt. Diese Stadt eignet sich hervorragend als Start- oder Zielpunkt für Touren in den Regenwald oder entlang des Amazonas. Gefragt sind vor allem Trips zwischen Bélem, der wichtigsten Stadt in diesem Gebiet, und Manaus.