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Mit Coloradokröten ist nicht zu spaßen!

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ColoradokröteUnsere einheimischen Kröten sind vergleichsweise harmlos. Zwar haben es auch Erdkröte & Co. bis in den ein oder anderen Giftpflanzen- und Gifttiere-Atlas „geschafft", doch meist beschränken sich die Hinweise darauf, dass das Drüsensekret ätzend wirkt und die Schleimhäute von Mund und Nase reizt.

Gerade Kinder sollten also die Tiere nicht anfassen. Ist es doch einmal passiert: Hände waschen und die betroffenen Stellen mit reichlich Wasser spülen!
Auch unser Feuersalamander kann, besonders dann, wenn man nach einer Berührung des Tieres unachtsam durch sein Gesicht reibt, eine mehr oder minder starke (Augen)Entzündung hervorrufen. Schlimmeres ist auch hier nicht zu befürchten, wenngleich Plinius schreibt: „Der Schleim, welcher ihm wie Milch aus dem Maule läuft, frißt die Haare am ganzen menschlichen Körper weg; die befeuchtete Stelle verliert die Farbe und wird zum Male. Unter allen giftigen Tieren sind die Salamander die boshaftesten ..." Eine ziemliche Übertreibung, mit der Alfred Edmund Brehm, der berühmte Altmeister der Zoologie und Autor des gleichnamigen Tierlebens, gründlich aufräumt: „Man hat die Wirkungen dieses Giftes vielfach übertrieben ... vielfache Versuche aber haben nur bewiesen, daß er auf Schleimhäuten heftiges Brennen, also eine Entzündung verursacht, an welcher kleine, schwache Vögel, auch wohl Kriechtiere und Lurche zugrunde gehen können ... Hunde hingegen, Puten und Hühner, denen man in Stücke zerhackte Salamander zu fressen gab, verdauten diese ohne Schaden, obgleich es zuweilen vorkam, daß die Hunde sich erbrachen."

(c) Wikipedia / Wildfeuer

Dennoch sollten wir Hunde natürlich generell von allen Kriechtieren fern halten. Vor allem auf Reisen und in anderen Regionen unserer Erde, wo Kröten von einem ganz anderen Kaliber, sprich: mit ganz anderen, weitaus gefährlicheren Gift-Cocktails, daher kommen: So ist die Coloradokröte (auch Koloradokröte geschrieben oder Sonora-Netzkröte genannt!) für ihr äußerst wirksames Gift bekannt. Die in Nordmexiko und Arizona beheimateten Tiere, deren Aktivitätsphase nach der Trockenheit beginnt und meist nur drei Monate andauert, sollen etliche Polizeihunde (die nach ihnen schnappten und/oder sie auch nur in den Fang nahmen) auf dem Gewissen haben.
Tatsächlich verhindert das Sekret nicht nur den Befall mit Parasiten, sondern dient auch der Verteidigung gegen Fressfeinde. Kleinere, wie Marder oder Waschbären (aber eben auch Haustiere wie Katzen oder Hunde), können durch das halluzinogene Alkaloid durchaus getötet werden!

Generell empfiehlt es sich, „Bello" stets im Blick zu haben. Vor allem natürlich in Wüstengebieten und überall dort, wo eine Begegnung mit Schlangen oder Skorpionen zu befürchten ist. Aber auch im heimischen Garten: Wespen- oder Bienenstiche in Mund und Rachen sind nämlich für einen Hund ebenso gefährlich wie für uns Menschen!

Und wir wollen doch, dass „Bello" jeden Spaziergang und jede Reise unbeschadet übersteht. Einmal ganz davon abgesehen, dass Lurche und Reptilien meist unter Naturschutz stehen und schon deshalb für den Vierbeiner „tabu" sind!