Kanada Expeditionen

Hoch im Norden: Kanada

Für eine Reise nach Kanada schaden Kenntnisse der französischen Sprache zusätzlich zu soliden Englischkenntnissen sicherlich nicht. Französisch ist dort Amtssprache. Wer übrigens der Meinung ist, dass es in Kanada ausschließlich kalt wäre, den dürften die stellenweise doch recht hitzigen Sommer überraschen. Nach Norden hin reicht Kanada bis zum arktischen Ozean. Östlich bildet der Atlantik die Grenze und im Westen wartet der Pazifik. Im Süden liegen die USA. Kanada ist der zweitgrößte Staat der Erde. Die großen Städte, wie zum Beispiel Toronto, die Hauptstadt der Provinz Ontario und Finanzhauptstadt Kanadas, konzentrieren sich allerdings alle auf den Süden des Landes.

Die Niagara-Fälle

Bei der Planung einer Reise nach Kanada oder in das nördliche Gebiet der USA dürfen die Niagara- Fälle keineswegs ignoriert werden. Als eine der wohl bekanntesten Sehenswürdigkeiten in diesem Gebiet markieren sie die Grenze zwischen den USA, genauer gesagt dem Bundesstaat New York, und Ontario, der kanadischen Provinz. Die Niagara-Fälle bieten sich auch als passender Ausgangspunkt oder Zielort für Touren durch Kanada oder den Norden der USA an. Dank der geschickten Vermarktung als touristisches Reiseziel, was vor allem von kanadischer Seite aus stark gefördert wird, kommen pro Jahr angeblich bis zu 14 Millionen Besucher dorthin. Das dauernd aufprallende Wasser der zusammengehörenden American Falls und der kanadischen Horseshoe Falls bildet eine ewige Gischt, welche mit Regenbögen geschmückt ist. Während der kalten Wintern friert der Fluss unterhalb der Fälle zu und die Gischt bildet spektakuläre Eis-Formationen.

Magnetischer Anziehungspunkt – Nervenkitzel inklusive

Der Anblick der Wassermassen war in den vergangenen Jahrhunderten immer wieder Anreiz für Mutproben in Sachen Überquerung mit verschiedenen Hilfsmitteln, bei denen es auch zu Todesfällen kam. Man muss natürlich nicht unbedingt zu den waghalsigen Menschen gehören, um das Spektakel genießen zu dürfen. Es gibt verschiedene Aussichtstürme und Aussichtsplattformen, auf denen man sicher untergebracht ist und zudem noch die Annehmlichkeiten touristischer Versorgung, wie zum Beispiel Restaurants und Souvenir-Shops, nutzen kann. Für den Aufenthalt auf einigen Aussichtsplattformen wird man in wetterfeste Kleidung gesteckt und kann durchaus hautnah, aber gesichert, an die Fälle herankommen. Auch Bootstouren und ein Sturz in die Niagara-Fälle im Simulator werden angeboten. Der günstigste Zeitraum für einen Besuch ist im Sommer, wenn alle Attraktionen in Betrieb sind. Die Wochenenden sollte man allerdings meiden.

Routen durch Kanada

Bei der Routenplanung zur Erkundung Kanadas ist der Faktor Zeit ausschlaggebend und zwar in zweifacher Hinsicht. Die Zeit, die frei zur Verfügung steht, ist wichtig für die Streckenplanung und die Jahreszeit, in der die Reise unternommen werden soll, bestimmt über das Gebiet. Wer beispielsweise in New York City oder im Staat New York auf der amerikanischen Seite startet, kann eine Stadtbesichtigung oder einen mehrtägigen Aufenthalt im Staat noch „mitnehmen“, bevor die Reise durch Kanada so richtig losgeht. Von New York aus kann man sich zum Beispiel über verschiedene Strecken ins kanadische Montreal und Ottawa vorarbeiten. Daran anschließend empfiehlt sich eine Erkundung der Provinz Ontario mit einem Abstecher nach Toronto und zu den Niagara-Fällen. Eine derartige Route ist vor allem im Sommer sehr schön und in knapp drei Wochen problemlos machbar, ohne dass allzu viel Stress und Hektik aufkommt. Wer mehr Zeit hat, kann von Montreal aus zusätzlich in Richtung Nordwesten eine kleine Rundreise starten. Mit weiteren zwei bis drei Wochen erlebt der interessierte Besucher eine ganze Menge wunderbarer Natur und Geschichte.

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