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Kleine Wunder am Wegesrand

Tipps

„Die sind ja ganz kühl und feucht“, ruft Sandra, die mit ihrer zwei Jahre älteren Schwester barfuß durch den Wald tollt, und dabei - ein wenig abseits des eigentlichen Fühlpfades -, ihre große Zehe in eines der dichten Moospolster steckt.

 

Tatsächlich sind diese Gewächse, die so klein und unscheinbar daher kommen, im Wald von großer Bedeutung: Moose existieren bereits seit über 300 Millionen Jahren und leisteten im Verlauf der Evolution ganz Erstaunliches. Denn sie waren die ersten Pflanzen, die das Festland erobert haben.

 

Dadurch sind Moose bis heute äußerst wichtig: Da sie mit unglaublich wenig Nähsalzen und Wasser auskommen, besiedeln sie auch Felsen und Mauerritzen, die von anderen Gewächsen (noch) nicht genutzt werden. Erst wenn sich durch die „Pionierarbeit“ der Moose etwas Humus und Erde gesammelt hat, können andere - anspruchsvollere Arten - ebenfalls Fuß fassen.

Moose sind nicht nur schön, sondern auch für das Ökosystem Wald von großer Bedeutung!

Foto: Hoffmann

 

Doch damit nicht genug: Obwohl Moose mit sehr wenig Feuchtigkeit auskommen, können sie gewaltige Wassermengen speichern. So „hortet“ jedes Gramm Moos bei Starkregen rund 6 Gramm Wasser. Die Polster werden dadurch zu wichtigen Wasserspeichern, die während des Hochsommers nach und nach Feuchtigkeit an ihre Umgebung abgeben.