Donnerstag, 21. Januar 2010 um 16:24
Um Afrika wirklich erleben zu können, sollte man sich auf ein Gebiet konzentrieren. Mittlerweile kann man Trekking-Touren, zum Beispiel mit Kamelen, Biking-Touren oder Wandertouren mit Übernachtung im Zelt, auch pauschal buchen. Die vielen Nationalparks in Afrika haben sicherlich für jeden Geschmack etwas Passendes zu bieten. Wer lieber auf eigene Faust reisen will, sollte sich im Vorfeld gründlich informieren und abklären, was für den jeweiligen Abschnitt zu beachten ist. Ein billiges Vergnügen ist Trekking in Afrika übrigens nicht immer. Die Trekking-Pässe, die man z.B. bei verschiedenen Nationalparks erwerben muss, um Einlass zu erhalten, sind nicht besonders günstig. Ein Teil des Geldes fließt in den Erhalt der Parks, insofern sollte man dafür Verständnis haben. Außerdem ist es so, dass die einheimische Bevölkerung durchaus zurecht von den ausländischen Besuchern profitieren möchte. Mit diesem Geld können schließlich die Schönheiten der Parks für alle erhalten werden.Voraussetzungen
Die Voraussetzungen für eine Trekking-Tour hängen natürlich auch davon ab, welches Gebiet man sich aussucht. Ebenen sind für Ungeübte eventuell leichter zu bewältigen als Berge, Wüsten natürlich ausgenommen. Wer zuhause keinen Sport bzw. Ausdauertraining betreibt, sollte rechtzeitig vorher mit einem Training anfangen und vielleicht auch den Hausarzt zur Abklärung aufsuchen. Auch relevante Impfungen und Vorsorge gegen Malaria müssen erledigt werden. Bergerfahrung sollte man bereits zuhause sammeln und es dabei langsam angehen lassen. Die Auf- und Abstiege, sowie die klimatischen Bedingungen und Insektenstiche in Afrika können durchaus an der Konstitution zehren. Die Landschaft und die abenteuerlichen Erlebnisse mögen diesbezüglich ein kleiner Trost und Entschädigung sein, doch wenn es mit der Konstitution hapert, wird der Reisende wenig Freunde an seiner Trekking-Tour haben. Sollte dann noch Durchfall hinzukommen, was aufgrund der ungewohnten Ernährung oder durch verdorbenes Wasser leicht passieren kann, ist Schwäche vorprogrammiert und die Tour kann nur mit Verzögerung oder gar nicht mehr fortgesetzt werden. Vor allem der Kilimandscharo und verschiedene Wüsten sind ein Traumziel vieler Reisender. Ungeübte haben dort allerdings nichts verloren. Ohne Training ist das nicht machbar.
Kleidung und Ausrüstung
In Afrika sollte man ganz besonders beim Trekking versuchen, eher mit der Natur zu verschmelzen und sich unauffällig verhalten. Grelle Kleidung und lautes Gebaren kann anderen Trekkern die Atmosphäre vermiesen. Warme Kleidung ist ein absolutes Muss. So heiß es tagsüber auch manchmal ist, nachts kann es empfindlich kalt werden, selbst in den Wüstengebieten. Auch ein entsprechender Regenschutz sowie Sonnenschutz muss mit. Auf die Schuhe sollte besonders geachtet werden. Ohne passendes Schuhwerk braucht man die Tour gar nicht erst anzutreten. Die Verletzungsgefahr im unwegsamen Gelände mit Schutt oder anderen Hindernissen ist einfach zu hoch. Die Schuhe müssen aber schon zuhause eingelaufen werden. Es gibt in Afrika meist keine Rettungstrupps wie zum Beispiel in den Alpen.
Träger
Mancherorts kann man sich Träger mieten, die mit auf Tour kommen, einen Teil des Gepäcks übernehmen und den Reisenden entlasten. Wer mit Trägern reist, verringert allerdings seine Chancen, darüber hinaus mit der einheimischen Bevölkerung ins Gespräch zu kommen. Auch Lasttiere sind immer noch im Einsatz. Beim Gepäck sollte man generell auf Funktionalität und auf geringes Gewicht achten. Wie viel Gepäck man dem Träger überlassen kann, muss man vorher mit ihm absprechen. Bei der Bezahlung gibt es gelegentlich Vorgaben, sollten diese fehlen, dann fragt man am besten eine ortskundige Person um Rat.
Ungeübte sollten niemals allein losziehen
Ein Führer ist auf jeden Fall eine gute Wahl, denn korrektes Kartenmaterial zu bekommen, das kann ein echtes Problem werden. Außerdem sind die Wege bei Weitem nicht so gut ausgeschildert und markiert, wie man das von europäischen Routen her kennt. In der Heimat ist eine verloren gegangene Weg-Markierung meist nicht so tragisch. In Afrika kann das schnell zu einem echten Problem werden. Es ist daher auch für erfahrene Trekking-Begeisterte nicht ratsam, allein auf Tour zu gehen. Um all diese Dinge sollte man sich bereits von zuhause aus kümmern. Ausnahmen sind nur möglich, wenn vor Ort eine etablierte touristische Infrastruktur vorhanden ist und der Reisende über ein hohes Maß an Erfahrung verfügt.
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