John Henry Patterson
Vor allem der Film „Der Geist und die Dunkelheit" haben John Henry Patterson zu noch mehr Bekanntheit verholfen. Patterson war im Auftrag der British East Africa Company in Afrika und sollte dort den Bau einer Eisenbahnbrücke über den Fluss Tsavo leiten. Zwei menschenfressende Löwen erschwerten das Bauvorhaben erheblich und führten zu Konflikten mit den Arbeitern. Die Löwen konnten unschädlich gemacht werden und Patterson schrieb seine Erlebnisse in einem Buch nieder. Nach dem Bau der Eisenbahn leitet er Expeditionen durch Afrika, wurde aber eine überaus umstrittene Person.
David Livingstone und Henry Morton Stanley
David Livingstone, der ursprünglich aus Schottland stammte, kam als Missionar mit medizinischer Vorbildung nach Afrika und wurde einer der bekanntesten Afrika-Forscher des 19. Jahrhunderts. Da er mit bei seinen Missionierungs-Vorhaben auf wenig Begeisterung bei den Einheimischen stieß, wandte er sich bald der Erforschung seiner Umwelt zu. Auch die Kalahari-Wüste zog ihn magisch an. Zusammen mit William Oswell erforschte er Teile davon und erreichte auch den Ngamisee. Später stießen sie auf einer weiteren Expedition bis zum Fluss Sambesi vor. Mittels dieses Flusses wollte Livingstone tief in den Kontinent Afrikas vordringen, die dort lebenden Menschen mit Gütern beliefern und natürlich auch den Glauben bringen. Die Quellen des Nil zu finden, das wurde für ihn im Laufe der Zeit fast schon zur Obsession, wie auch für seine Zeitgenossen John Hanning Speke und Richard Francis Burton. Zeitweise wurde er zuhause in England groß gefeiert und mit viel Ruhm und Ehre bedacht, später war man eher kühl zu ihm. Expeditionen unter seiner Leitung waren offensichtlich kein Vergnügen für die Teilnehmer und in England war man außerdem der Meinung, dass er zu wenig Verwertbares mitbrachte. Daher wurde ihm zeitweise auch die finanzielle Unterstützung gestrichen. Er war aber immer noch beliebter als der Mann, der geschickt wurde, um ihn zu suchen.
Henry Morton Stanley, ein weiterer bekannter Afrika-Forscher und Schriftsteller, war derjenige, der damit beauftragt wurde, Livingstone zu finden, der angeblich verschollen war und seit längerer Zeit kein Lebenszeichen mehr in die Heimat geschickt hatte. Er fand Livingstone auch. Wie genau das vor sich ging, konnte bis heute nicht vollständig geklärt werden. Fakt ist jedoch, dass es Stanley mit der Suche nicht wirklich eilig war, außerdem verabscheute er Afrika zutiefst. Dennoch gelang ihm die Erschließung des Kongo.
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